Wolfgang Gründinger - Weil
Zukunft eine Lobby braucht!
Wolfgang Gründinger - Weil Zukunft eine Lobby braucht!
In einer parlamentarischen Demokratie, wie wir sie
kennen, haben nachrückende Generationen keine Stimme. Die
Wünsche und Interessen der heutigen Jugend und der künftigen
Generationen finden zu selten Gehör. Ob in Fragen der
Energieversorgung, der Alterssicherung, der Staatsfinanzen oder
auf dem Arbeitsmarkt werden Generationengerechtigkeit und
Nachhaltigkeit gerne als politische Ziele verkündet, jedoch meist
lückenhaft interpretiert und selten tatsächlich umgesetzt.
Als eine Stimme der jungen Menschen in diesem
Land verstehe ich mich auch als Botschafter und Sprachrohr von all
denjenigen, die nach uns kommen. Zusammen mit vielen
Mitstreiterinnen und Mitstreitern entwickle ich politische Konzepte für
Generationengerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien und trage sie
in die öffentliche Debatte. Ich setze mich für die Rechte und
Interessen der nachrückenden Generationen ein und möchte dabei eine
Brücke schlagen zwischen Alt und Jung.
Der Aufstand der Jungen
Wie wir den Krieg der Generationen vermeiden können
Was ist dran am
inflationär gebrauchten Schlagwort „Nachhaltigkeit“? Ist es
richtig, wenn der Staat im Namen kommender Generationen bei seinen
Ausgaben spart – oder haben nicht unsere Kinder auch ein Interesse
an Staatsausgaben für Kindergärten, Bildung und Umweltschutz? Wie
sicher ist unsere Rente? Warum bekommen die Deutschen so wenige
Kinder, und wie wirkt sich der demografische Wandel auf die
Lebenschancen der jungen Generation aus? Was bringt die
„Nachhaltigkeitsstrategie“ der Bundesregierung? Und was können wir
tun, um das Entstehen einer „Generation Praktikum“ zu verhindern?
– Das alles sind umstrittene Fragen, auf die das Buch eine
differenzierte und ungewohnte Sichtweise liefert. Wir brauchen
einen Aufstand der Jungen – nicht gegen die Alten, sondern gegen
einen unfairen Zustand.
„Ein Buch, das im
wahrsten Sinne des Wortes NACHHALTIG ist. Es sollte die
Bettlektüre eines jeden Politikers im Bundestag sein. Und
natürlich eines jeden Menschen, der sich Gedanken um die Zukunft
unseres Landes macht.“
(Tobias Schlegl, TV-Moderator)
Das aktuelle Studierendenmagazin der ZEIT präsentiert in
seiner Titelstory „100 Studenten, von denen wir noch hören
werden“ die Minister, Nobelpreisträger, Manager, Künstler und
Denker von morgen. Auch ich bin dabei, die ZEIT-Redakteure
nannten mich den "Klassensprecher" der jungen Generation.
In
monatelanger Recherche hat die Redaktion 100 Studenten und
junge Absolventen ausgewählt, die heute schon beeindruckende
Dinge tun, besonders engagiert sind und vermutlich die Welt
von morgen bewegen werden. Chefredakteur Julian Hans:
„Unsere Redakteure haben mit Dutzenden Professoren gesprochen,
mit Stiftungsleitern und mit Managern, sie waren in Harvard,
haben in Tel Aviv angerufen und nach Los Angeles geskypt. Und
mit jedem Tag wuchs unsere Begeisterung für die Studenten, die
wir dabei kennengelernt haben. Lassen Sie sich anstecken!“
Die Jugend von heute - unpolitisch, langweilig, angepasst?
Keineswegs!
Generation Warmduscher - Wo
bleibt der Aufstand der Jungen?
Krise - na und? Schon erstaunlich, wie junge Leute auf die
größte Wirtschaftsflaute seit Jahrzehnten reagieren - nämlich
gar nicht. Kein Protest, keine Wut, nicht einmal Verzweiflung
- sie studieren höchstens noch ein wenig schneller, lernen
eine zusätzliche Sprache und absolvieren ein weiteres
Praktikum. Markus Kavka fragt: Sind wir eine Generation der
Warmduscher? Wo bleibt der Aufstand der Jungen? In die
Diskussion im Berliner Watergate wurde ich aus den USA
zugeschaltet.
"Die Politik ist
jugendverdrossen" -
Wahlkampfanalyse auf ZEIT Online
In einem Interview mit
ZEIT Online kritisiere ich, dass die Politik die Jugend links
liegen lässt, fordere ein allgemeines Wahlrecht und nehme
Stellung zur Piratenpartei.
Im Magazin "Kulturzeit" auf 3sat
warne ich vor zunehmenden gesellschaftlichen
Verteilungskonflikten zwischen den Generationen. Deutschlands
berühmtester Konfliktforscher Prof. Herfried Münkler sagt das
auch. Das Video ist aber vor allem sehenswert, weil es die
ziemlich coole Atmosphäre beim Karaoke im Berliner Mauerpark
einfängt.
Wolfgang bei Maybrit Illner:
Kann man die Rente garantieren?
Mal wieder stand bei Maybrit Illner im ZDF das Thema Rente auf
der Agenda. Mit Bundessozialminister Olaf Scholz, Prof.
Kurt Biedenkopf, der Rentnerlobbyistin Ulrike Mascher und
Online-Ikone Sascha Lobo sprach ich über die Benachteiligung
der Jungen auf dem Arbeitsmarkt und bei der Rente.
Darüber diskutierte ich in der "Münchener Runde" des
Bayerischen Fernsehens mit dem Chef der CSU-Seniorenunion
Konrad Weckerle, der Schauspielerin Ursula Erber und dem
grünen Bundestagsabgeordneten Toni Hofreiter. Meine
Forderungen: radikale Senkung des Wahlalters, Einführung einer
Bürgerversicherung im Rentensystem, Erhebung einer
Millionärssteuer zur Finanzierung von Kinderbetreuung und
Bildung, Abschaffung der Rentengarantie. Die Älteren stimmten
sogar oft zu! Mehr Infos:
Als im August der RTL-Wahlbus im Hof
des Mehrgenerationenhauses auf der Berliner Fischerinsel
Station machte, debattierte ich mit dem SPD-Sozialexperten
Ottmar Schreiner über die Benachteiligung der jungen
Generation auf dem Arbeitsmarkt und in den Sozialsystemen. Wir
waren uns einig: Wir brauchen eine Politik gegen die
Prekarisierung der Arbeitswelt - nur dann können wir sichern,
dass auch die Jungen weiter am Wohlstand teilhaben können.
Portrait im SPIEGEL: "Steine
schmeißen ist einfach nicht unser Stil"
Die Titelgeschichte "Wir Krisenkinder" berichtet über die
junge Generation, die von der Krise am härtesten betroffen ist
und trotzdem nicht auf die Barrikaden geht. Sind wir eine
unpolitische Generation? Darüber sprach ich mit dem SPIEGEL.
Auch der Think Tank 30, in dem ich Mitglied bin, wird dort
kritisch vorgestellt.
Oben drauf gab's auch noch ein
Portrait auf SPIEGEL Online: "Steine schmeißen ist einfach
nicht unser Stil."
Im ZDF-Morgenmagazin forderte ich im
Schlagabtausch mit der Rentnerlobbyistin Ulrike Mascher, der
Chefin des größten deutschen Sozialverbands VdK, den
Generationenvertrag solidarisch zu erneuern, und Privilegien
wie die Rentengarantie oder die Subventionierung von
Altersteilzeit abzuschaffen. Einig waren wir uns darin, dass
das Umlageverfahren bei der Rente mit der Kapitaldeckung
allemal mithalten kann - und wir daher das Rentensystem nicht
schlecht reden dürfen.
Mehr Schulden statt
Nachhaltigkeit: Frau Merkel, warum geben Sie den
Generationenvertrag auf? Mein offener Brief an die
Bundeskanzlerin jetzt in der ZEIT Campus und auf ZEIT Online.
Das Bundeskanzleramt verweigerte eine Antwort.
Niedrige Renten, kaputte Umwelt - was haben junge Menschen
überhaupt noch zu erwarten? Interview in der Frankfurter
Rundschau über das Verhältnis von Jugend und Staat.
Die Wirtschaft: ruiniert. Arbeitsplätze: vernichtet. Das
Klima: kurz vor dem Kollaps. Die Aussichten: düster. Für
Tausende von Kindern hat das Leben gerade erst begonnen – aber
wie wird dieses Leben in ein paar Jahrzehnten aussehen, wenn
sie erwachsen sind? – Titelstory im SZ-Magazin, mit einem
Verweis auf mein neues Buch "Aufstand der Jungen".
Einen
Beruf ergreifen? Ja. Ihn ein Leben lang ausüben? Bestimmt
nein. In welcher Stadt man nächstes Jahr leben wird? Kann man
noch nicht sagen. Familie gründen? Vielleicht später. Wolfgang
Gründinger diskutierte u.a. mit Bundesbildungsminister a.D.
Klaus von Dohnanyi, der stv. CSU-Generalsekretärin Dorothee
Bär und dem Chefredakteur der ZEIT Campus, Manuel Hartung.